Aber auch die nicht mehr passende Jeans wurde mit Argusaugen bewacht und durfte auf keinen Fall den Weg alles Irdischen nehmen - und da ich was gegen nutzlos in der Ecke liegende Dinge habe, wurde daraus kurzerhand eine Tasche. Naja wobei, eigentlich hat das ziemlich lang gedauert, weil bis dahin hab ich nicht wirklich viel genäht. Aber das Ergebnis hat überzeugt und es wurde eine neue Leidenschaft daraus.
Das ist mittlerweile 2 Jahre und 1,5 Labels her - die Tasche gibt es immer noch und viele weitere sind dazu gekommen. Denn kaum fing meine Große an, die Tasche spazieren zu tragen, kamen immer neue Anfragen zur Rettung totgeglaubter Lieblingsstücke. Mein erstes Label ward geboren:

Was soviel wie kleine Tasche oder auch HOSENTASCHE heißt - ein ziemlich treffendes Wortspiel, wie ich finde:)
Und das tolle am improvisierten Nähen, so ganz ohne Schnitt - man lernt richtig nähen und jedes Teil wird eine Überraschung, weil man vorher nie so genau weiß, was man kriegt.
Einige "El bolsillos" und Tipps zum Nähen Eurer eigenen Jeanstasche findet Ihr hier.
Wenig später passierte mir der 2. Glücksfall: Auf dem Holländer-Stoffmarkt in Ludwigshafen gewann ich eine Bernette 610D von Bernina! Ohne Schleichwerbung machen zu wollen - ich liebe diese Maschine, mit ihr konnte ich endlich in einem Schritt Versäubern und Zusammennähen und auch diese wunderbaren Overlock-Nähte zaubern. Und wie ich zauberte - von nun an habe ich genäht, was das Zeug hält - nicht mehr nur Taschen. Kleider, T-Shirts, Hosen für meine Kinder, meine Mama, meine Freundin und natürlich auch für mich, sogar mein Mann hat einen lang ersehnten Kimono bekommen.
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